Wir sind Kunst am Katzengraben
Künstler Rise klebt ein Plakat von KAK am Alexanderplatz Berlin

Foto © @Visual Peak

Rise
1995 in Berlin geboren und aufgewachsen, kam er früh durch einen Klassenkameraden mit Graffiti in Berührung und begann im Alter von etwa 13 Jahren selbst zu malen – zunächst auf Papier, später mit Markern und Sprühdosen. Nach einer Phase klassischer Schriftzüge verlagerte sich sein Fokus auf Figuren und Porträts, was ihn zur Arbeit mit Schablonen (Stencils) führte. Seit 2015 arbeitet er unter dem Namen Rise, erkennbar an einem roten R im Kreis. Heute basieren seine handgeschnittenen Schablonen auf eigenen Fotografien von Menschen aus seinem persönlichen Umfeld, sodass jedes Werk reale, ihm bekannte Personen zeigt. Seine Streetart ist international präsent und wurde in zahlreichen europäischen Städten gezeigt. 2023 sorgte er in Dänemark für Aufmerksamkeit, als von ihm bemalte Bunker an der Nordseeküste fälschlich für Werke von Banksy gehalten wurden und dies zu umfangreicher medialer Berichterstattung führte.
Dayra
In Berlin geboren und aufgewachsen, begann Dayra schon als Kind zu zeichnen und zu malen. Kreatives Arbeiten war früh ein fester Bestandteil ihres Alltags. Mit der Ausbildung zur Porzellanmalerin vertiefte sie ihr handwerkliches Können und entwickelte ein ausgeprägtes Gespür für Präzision, Detailarbeit und Material.
Im Laufe der Jahre verlagerte sich ihr Fokus zunehmend auf urbane Szenen und zwischenmenschliche Begegnungen. Inspiriert vom Berliner Stadtleben entstehen Arbeiten, die alltägliche Momente festhalten – Begegnungen in Bars, Cafés oder im öffentlichen Raum.
Mit Acryl auf Leinwand und Holz verbindet sie realistische Elemente mit erzählerischen Details. Lebendige Farben und klare Kompositionen prägen ihre Bildsprache. Ihre Werke zeigen das urbane Leben in seiner Dynamik – mal beobachtend, mal humorvoll, mal nachdenklich.
Künstlerin Dayra Palacios beim aufhängen des KAK Plakates, zeigt den Mittelfinger

Foto © @Visual Peak

Grafik vom Künstler Petit Agite

Foto © @Petit Agite

Stéphane
Stéphane wurde in Frankreich geboren und lebt seit fast drei Jahrzehnten in Berlin. Mit einem Hintergrund in Sozialpädagogik begleitet er beruflich Menschen mit psychischen Herausforderungen. Zur Kunst fand er eher unerwartet – als sein Sohn seine Spraydose beiseitelegte und damit einen kreativen Impuls hinterließ, der bald zu seinem eigenen wurde.
Was mit geschnittenen und gesprühten Schablonen begann, entwickelte sich zu einer kontinuierlichen künstlerischen Praxis. Stephané arbeitet sowohl eigenständig als auch in Zusammenarbeit mit Freund:innen und anderen Künstler:innen. Seine Bildsprache verbindet Elemente des Jugendstils mit Einflüssen aus Subkulturen, die seine Jugend prägten und bis heute nachwirken. In der Spannung zwischen Ornament und Rohheit, Nostalgie und Rebellion, Tradition und Street Culture findet seine Arbeit ihren Ausdruck.
Seit 2023 organisiert er gemeinsam mit dem Kollektiv @berlinpasteup interaktive Street-Art-Events in Berlin, darunter das regelmäßige „Pasteup Meetup Berlin“, bei dem Künstler:innen und Besucher:innen öffentlichen Raum gemeinsam gestalten. Für Stephané gehört Kunst allen – und gewinnt an Kraft, wenn sie geteilt wird.
Durch seine Arbeiten bringt er seine eigene Botschaft in die Welt: geschichtet, geschnitten, gesprüht und plakatiert.
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